Tagebuch 2017

18.09.2017 Nun ist die Seele frei...

 

Heute habe ich noch eine Geschichte für euch, die mal wieder zeigt, dass immer wieder unglaubliche, erstaunliche Dinge passieren.

 

Ich weiß gar nicht, ob ich das alles in Worte fassen kann...

 

Bei uns auf dem Hof fand ein Jahresseminar statt, bei dem zwölf Teilnehmerinnen eine Ausbildung zur Tierkommunikatorin machten. Alle zwei Monate traf sich die Gruppe an einem Wochenende bei uns.

 

Manche glauben an die Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren. Andere überhaupt nicht. Ich war anfangs skeptisch, aber mittlerweile habe ich selbst so einiges erlebt und ich muss sagen: Ja, man kann schon mit Tieren "sprechen". Jeder empfindet es anders, aber man empfängt schon so einiges.

 

Nun hatten wir in dieser Zeit auch mal einige unserer Tiere zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt.

 

Auch unsere Leika, die ja am Freitag über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

 

Als Besitzer überlegt man sich Fragen, die Teilnehmer sollen fühlen, ob bzw. was sie für eine Antwort vom Tier bekommen.

 

Bei Leika hatten wir uns schon länger damit beschäftigt, dass ihr Ende näher rückte. Ich konnte die Frage nicht so richtig formulieren, aber die Teilnehmer fragten so etwas wie: Wie stellst du dir dein Lebensende vor.

 

Die Antworten waren für mich nicht schlimm, denn alle Gespräche zeigten deutlich, dass Leika sehr zufrieden war mit uns, dem Hof und allem sonst. Vor dem Tod hatte sie keine Angst.

 

Ein Gespräch, nämlich Finjas, ist mir in ganz tiefer Erinnerung geblieben. Sie meinte, sie hätte immer einen Heißluftballon gesehen.

 

An diesem Gesprächstag flog tatsächlich ein Ballon über unseren Hof, als alle wieder weg waren. Das war schon komisch, aber sie sollte ja noch einige Zeit bei uns leben.

 

Die letzten Tage vor ihrem Tod fragte ich mich immer wieder, ob es nun richtig wäre, sie zu erlösen - denn sie hatte auch gesagt, dass ICH schon wissen würde, wann es soweit wäre.

 

Aber ich empfing kein eindeutiges Signal, es ging immer auf und ab. Dann am Freitag wusste ich, dass der Tag gekommen war.

 

Da fiel mir der Ballon wieder ein und ich wunderte mich, denn das passte doch nicht. Es war gar kein Wetter dafür und bis zur nächsten Ballon-Saison würde sie es unmöglich schaffen.

 

Merkwürdig, dachte ich, aber sie wurde dann am Freitag erlöst.

 

An den nächsten beiden Tagen fand dann das Prüfungswochenende für die Tierkommunikatoren statt.

 

Natürlich haben alle bestanden!!

 

Ich traute meinen Ohren nicht, als Susanne mir etwas erzählte:

 

"Weißt du was?", sagte sie. "Eine Teilnehmerin erzählte mir gerade, dass sie einen Heißluftballon für ihre Mutter gebastelt hat. Ich fragte sie, wann das gewesen wäre."

 

"Am Freitag", antwortete Jule.

 

So war für mich das Puzzle geschlossen, denn der Ballon kam doch mit vor.

 

Aber es tauchte dann heute auch noch ein richtiger Heißluftballon auf.

 

Leika wurde heute Nachmittag erst abgeholt und seht mal, was da nun am Himmel schwebt....

 

 

 

Nun ist die Seele frei.

 

15.09.2017 Wir sind alle bestimmt zu leuchten, wie die Kinder es tun (Nelson Mandela)

Ab heute Abend gibt es einen neuen Stern am Himmel, denn unsere Leika hat ihre letzte große Reise angetreten.

 

Leider konnten wir ihr nicht mehr helfen.

 

Vor vier Jahren, als wir diesen schönen Hof übernommen haben, sah sie ganz furchtbar dünn aus.

 

Wir päppelten sie aber auf und mit Saskia hatte sie eine wunderbare Pflegebeteiligung. Leika blühte regelrecht auf.

 

Noch vor wenigen Wochen zog sie stolz die große Sjees.

 

Aber schon wenig später merkten wir, dass sie deutlich abbaute. Zuletzt quälte die Arthrose sie so sehr, dass sie kaum noch laufen konnte.

 

So verabschiedeten wir uns heute schweren Herzens von ihr.

 

Sie wohnte über zwanzig Jahre auf diesem Hof, denn ihr erstes Fohlen Romeo ist hier 1997 geboren und lebt noch immer hier.

 

Auch er blieb stehen und schnaufte tief, als er seine Mama heute Morgen sah.

 

Er wusste wohl ganz genau, dass er sich heute verabschieden musste.

 

Auch die Mädels, mit denen sie auf der Weide zusammen stand trauern. Besonders Bini.

 

Man kann es ganz deutlich sehen.

 

Schon gestern standen sie einmal alle um die platt liegende Leika herum. Nach einer Weile liefen sie aufgeregt auf und ab.

 

Auch sie merkten also, dass die Zeit gekommen war.

 

Heute genoss sie noch einmal die wärmende Sonne und humpelte dabei hin und her. Schön, dass sie mit Sonnenschein dann einschlafen durfte.

 

Ich bin mir ganz sicher, dass sie nun von oben auf uns alle aufpassen wird.

 

Mach es gut, wunderhübsche stolze Leika.

 

02.09.2017 Am Ende wird alles gut!

Heute hat es nun tatsächlich geklappt, unser kleiner Paul hat ein schönes neues Zuhause gefunden. Mach´s gut, kleiner Mann.

 

Er steht mit einem anderen Ponywallach zusammen. Die beiden sind ein Herz und eine Seele.

 

Hier seht ihr die beiden.

 

21.07.2017 Reit- und Fahrunterricht mit Susanne Welsch.

Schon seit einiger Zeit übt Saskia mit unserer Leika das Fahren vom Boden. Leika zeigt dabei soviel Spaß. Deshalb hatte Susanne die Idee, sie einmal vor unsere Sjees zu spannen. Dies ist eine einachsige Kutsche, die schon sehr eindrucksvoll aussieht. Leider ist sie in die Jahre gekommen und müsste dringend restauriert werden. Aber für eine kurze Fahrt über den Hof konnten wir sie gut benutzen.

Man konnte deutlich erkennen, wie stolz Leika dabei ist und auch bei Saskia und Susanne sieht man es. Vielen Dank an Marco für die wunderschönen Bilder.

19.07.2017 Heuernte.

Ich hatte unsere Heuernte schon abgeschrieben.

 

Wir wollten dieses Jahr unsere Wiesen möglichst spät mähen, da für einige Pferde und Ponys eiweiß- und energiearmes Heu wesentlich besser ist.

 

Das Wetter spielte uns jedoch lange einen Streich.

 

Nun war aber der Zeitpunkt doch gekommen und heute kamen dann diverse Gitterwagen mit kleinen Ballen und auch reichlich Rundballen bei uns an.

 

Jetzt wusste ich auch, warum es vorher nicht geklappt hatte.

 

Diese Woche war doch Familie Mätzler wieder bei uns zu Besuch. Sie sind am Glücklichsten, wenn sie helfen können.

 

So war das wunderbar duftende Winterfutter schnell an seinen Platz gestapelt.

 

Zum Abschluss wurde gegrillt und noch lange in der Grillhütte geklönt. Einfach ein schöner Tag, an dem alle Helfer ins Bett plumpsten.

Vielen Dank auch an Marina, Sandro, Sarah, Susanne, Alexa und Björn für eure Hilfe.

14.06.2017 Einfach schön anzusehen.

Mona Lisa ist bereits 31 Jahre alt. Das ist für ein polnisches Warmblut ein stolzes Alter, das man ihr nicht wirklich ansieht.

 

Heute holte ich schnell die Kamera, denn als ich sah, wie hübsch es aussah, sie mit ihrer Besitzerin zusammen zu sehen musste ich es einfach festhalten. Natürlich holte ich mir vorher eine Genehmigung ein. :-)

 

13.06.2017 Es Brennt!

Keine Angst, unser schöner Hof steht noch und es ist nichts passiert.

 

Vor einiger Zeit bekamen wir eine Anfrage des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Auufer-Wittenbergen. Er würde gerne zusammen mit anderen Wehren aus der Umgebung eine Übung bei uns auf dem Hof veranstalten.

 

Sofort stimmten wir zu, denn im Ernstfall ist es gut, wenn die Einsatzkräfte die Örtlichkeiten kennen.

 

Bei uns ist alles ziemlich verwinkelt und man vermutet über dem Stall nicht unbedingt Wohnraum.

 

Und so ging es dann abends los. Einiger Hofbewohner stellten sich gerne als Mimen zur Verfügung.

 

Auch für die Ponys und Pferde war es eine gute Übung.

 

Sehr aufregend war es....und die Wehrführer wissen nun, was noch geübt werden sollte.

 

10.06.2017 Porzellanhochzeit

Ein schöner Anlass zum Feiern <3 Porzellanhochzeit bei Walthers

 

Ich glaube genau 70 Gäste kamen heute um unseren 20. Hochzeitstag mit uns zu feiern.

 

Wir hatten gutes Wetter bestellt und das klappte bis auf einen kleinen Minischauer am Anfang auch.

 

Die Gäste hatten statt Geschenken für das Essen gesorgt. Ein gigantisches Buffet mit nur leckeren Dingen. Auf dem Grill wurden die weltbesten Grillwürstchen gegrillt, die wir dazu beigesteuert hatten. Sogar eine Hochzeitstorte, daran hatte unsere Tochter mit ihrem Freund Sandro gedacht <3.

 

So wurde geschlemmt und dann wurde ich auch schon von den Tänzern angesprochen ;). Silke sagte: "Wir wollen tanzen! Das Essen war doch so lecker und so hatten alle natürlich viel zu viel gegessen."

 

Vorher gab es noch eine Überraschung. Mein Karsten sagte Wochen vor dem Hochzeitstag schon: "Wo ist denn dein Brautkleid? Da passt du doch bestimmt noch rein!"

 

Ich fand es auch schnell und den Schleier ein paar Tage später. Und tatsächlich. Es passte sehr gut und Karstens Frack auch. Nur meine Brautschuhe konnte ich vor zwanzig Jahren schon nicht tragen und daher blieben die roten Boots an.

 

Sieht man ja eh nicht, das dachte ich. Aber sie blitzten doch hervor und das sah schon lustig aus. Alle staunten, als wir unseren Walzer "von vor zwanzig Jahren" auf dem am selben Tag fertiggestellten Tanzboden tanzten. Das war soooo schön!

 

Danach war die Tanzfläche frei für alle Tanzwütigen.

 

Und wir waren ganz von den Socken. Hatte unsere Marina doch viele Gäste zusammen getrommelt, die uns zusammen in den Urlaub schicken wollten.

 

Sie kamen alle zusammen auf die Tanzfläche und überreichten uns einen Leuchtturm mit vielen kunstvoll gefalteten Geldscheinen.

 

Vielen vielen Dank. Ein Kurzurlaub in St. Peter Ording im Oktober ist schon gebucht. Der Rest wird für Kuba gespart.

 

So feierten wir fröhlich bis in den Morgen.

 

Vielen Dank an alle Gäste. Es war wunderschön mit euch allen.

 

07.06.2017 Kranz Aufhängen 07.06.2017 Kranz Aufhängen

Was für ein schöner Kranz!

 

Es gibt nicht viele Fotos, aber die schönsten Bilder hat man ja bekanntlich im Kopf.

 

Gestern feierten mein Schatzi und ich unseren 20. Hochzeitstag und für heute hatten sich die Nachbarn zum Kranz aufhängen angekündigt.

 

Ein schöner Brauch und wir staunten über diesen wunderschönen Kranz. Natürlich kehrten alle gerne ein um in der Diele bei Schnittchen und Getränken gemütlich zu klönen.

 

"Bis Samstag" sagten alle zum Abschied, denn da sollte die Porzellanhochzeit ordentlich gefeiert werden.

 

Wir freuen uns schon sehr...

 

11.05.2017 Anweiden

Anweiden! Seit einigen Tagen sind wir endlich dabei!

 

 

 

Dieses Jahr war es so lange kalt und die Pferde konnten es kaum noch erwarten. Endlich wurde es nun Frühjahr, das Gras wächst endlich und so konnte das Anweiden der Pferde beginnen.

 

Was viele nicht wissen: Dabei ist Vorsicht geboten. Durchfall, lebensgefährliche Koliken und Hufrehe sind die Folge, wenn zu schnell angeweidet wird.

 

Deshalb versuchen wir, dies immer sehr behutsam zu tun.

 

Bei uns grasen die Pferde nach der Arbeit ganzjährig schon auf dem Vorplatz. Nun ging es aber endlich auf die grüne Weide. Erst dreißig Minuten und die nächsten Tage immer ein wenig länger.

 

Dieses Jahr haben wir eine wunderschöne Koppel dazu bekommen. Sie liegt direkt hinterm Deich. Deshalb nutzen wir die ersten Tage das Traumwetter und sahen unseren Vierbeinern zu und genossen die Ruhe.

 

Dann ging es gemeinsam wieder zurück.

 

Das war ein Spaß

 

06.05.2017 Sport

Endlich naht der Frühling. Bald kann man hoffentlich wieder etwas leichter bekleidet draußen herum laufen.

 

Ihr seid noch nicht wirklich zufrieden mit eurer Bikinifigur? Da haben wir eine gute Idee. Runter vom Sofa und raus zu den Friesen nach Wittenbergen.

 

Denn hier bei uns auf dem Hof trainieren wir jede Woche mit Marina.

 

Sport an der frischen Luft mit den Pferden als Zuschauer, das macht einen Riesenspaß.

 

Wer glaubt, dass es nur so ein bisschen Herumgehampel ist, was wir machen, der kennt Marina nicht.

 

Sie ist wirklich topfit und hat Power, das ist unglaublich.

 

Mit viel Sachverstand und Freude erklärt sie uns die Übungen und korrigiert sofort, wenn wir bei der Ausführung schludern.

 

Jede Woche denkt sie sich interessante Übungen aus und nutzt dafür viele Dinge, die bei uns auf dem Hof da sind. Zum Beispiel alte Treckerreifen, Baumstämme oder Steine. An der Schaukel werden Boxsäcke oder Sling Trainer angehängt.

 

Es macht wirklich großen Spaß.

 

Hier ein kleiner Einblick:

 

26.02.2017 Eine Wanderreitergruppe zu Besuch

"Nur die Harten kommen in`n Garten"

 

 

 

Vor einiger Zeit sprach mich Finja an und fragte, ob wir im Januar oder Februar Platz für eine Wanderreitgruppe hätten.

 

Na klar, antworteten wir.

 

Finja hatte vor einiger Zeit einige Monate mit ihrer Stute Tiny in Frankreich verbracht. Sie wusste eh schon eine Menge über Pferde. Hier lernte sie noch mehr. Nach ihrer Rückkehr wollten einige unbedingt mit ihr einen Wanderritt unternehmen.

 

In Frankreich hatte sie unter anderem einen Distanzritt unternommen und hatte somit eine Menge Erfahrung.

 

Und so kam sie heute zusammen mit sechs weiteren Reitern gegen 16 Uhr bei uns an.

 

Das Wetter war ziemlich ungemütlich, aber alle trotzdem gut gelaunt.

 

Die Pferde wurden abgesattelt und durften sich auf einer Koppel ausruhen. Aber erst wurde noch eine Weile getobt, denn die Herde musste sich neu finden. Das kleine Shetty Isgaard freute sich bestimmt, denn es durfte sich in einer Box stärken und schlafen.

 

Die nassen Klamotten samt der Reiter trockneten vor dem Kaminfeuer während die beiden Männer doch tatsächlich draußen ihr Lager aufschlugen. Danach wurde in der Grillhütte ein Feuer gemacht um dann dort eine leckere Suppe zu kochen.

 

Die Mädels übernachteten im Haus, am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück auf die Rückreise. Die Gruppe legte insgesamt circa 40 km zurück.

 

 

 

Vielen Dank für euren Besuch, es hat großen Spaß mit euch gemacht.

 

Die Gruppe war sich einig: Wir kommen gerne wieder, aber dann gerne bei besserem Wetter.

 

Bericht von Finja:

Soo ganz offiziell haben wir nun am letzten Februarwochenende 'angeritten'.

 

Der erste geführte Wanderritt in 2017!

 

 

 

Das Wetter war glücklicherweise nicht so schlimm wie erwartet. Der Wettergott war gnädig gestimmt und gab uns nur relativ wenig Regen. ;) Ansonsten wären die etwas über 40 Kilometer sicherlich nicht so lustig gewesen...

 

Von Groß Offenseth aus nach Alt Wittenbergen.

 

 

 

Meine 6 Mit(st)reiter und ich waren begeistert von der Gastfreundlichkeit der Eigentümer des Friesengestütes Alt Wittenbergen. Friesen and friends

 

 

 

Einer der Mitreiter wollte das volle Wanderreitfeeling und nächtigte nach dem tollen selbstgekochten Abendessen (inkl. Äußerst deliziösen Schokobananen) über dem Feuer, draußen unter seiner Tarp.

 

Außer einem kleinen 'Sidepull- Notfall' ist alles gut gegegangen.. Nicht einmal verritten haben wir uns. :D Fast ein wenig langweilig...

 

 

 

Vielen Dank an alle Beteiligten! Es hat mir einen Heidenspaß gebracht! Yeeeaaay! Testritt geglückt

 

 

 

Wenn du nun auch mit deinem Pferd Wanderreiten willst, aber keine Zeit (oder Lust) auf die umfangreiche Planung hast, melde dich bei mir.

 

Denn das ist mein aktuellstes Angebot für euch: individuelle Wanderreitplanungen und Ausführungen für dich und dein Pferd.

 

 

 

Übrigens gehen meine Stuten gerne für pferdelose Verwandte oder Freunde auf Wanderschaft.

 

Altes Friesengestüt

Wittenbergen

 

Birgit und Karsten Walther 

Alt Wittenbergen 7

25548 Wittenbergen

Telefon: 04822 6369

FAX: 04822 378 5801

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